Shuttle-Modellregion Oberfranken

(Laufzeit Januar 2020 – Juni 2022)

Projektbeschreibung

Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Forschungsprojekt Shuttle-Modellregion Oberfranken (SMO) verfolgt das Ziel, den Betrieb von insgesamt sechs teilautomatisiert fahrenden Shuttles im öffentlichen Straßenraum zu erproben. Die Fahrzeuge bieten jeweils Platz für maximal zehn Fahrgäste und sind seit Juni 2021 in Kronach, Hof und Rehau mit Fahrgästen unterwegs. Die verschiedenen Anwendungsfälle touristischer Verkehr (Kronach), Anbindung Bahnhof-Innenstadt (Hof) – beide als Ergänzung zum örtlichen ÖPNV – sowie der Werksverkehr in Rehau helfen dabei, die innovative Mobilitätsform im Livebetrieb zu erproben und neue Marktmodelle zu entwickeln. Dabei soll die Bevölkerung bei der Beurteilung und Weiterentwicklung stets intensiv mit einbezogen werden.

Projektvorstellung in der Fachzeitschrift DER NAHVERKEHR: Shuttle-Modellregion Oberfranken – Forschung im Realbetrieb

SMO im Bayrischen Rundfunk (zum Video)

Der Bayrische Rundfunk hat sich das SMO-Projekt näher angesehen und gibt Einblicke in die umfangreichen Forschungstätigkeiten. Zum Video.

Das Projektkonsortium umfasst zehn Partner.

4 Kommunen: Stadt Hof, Stadt Rehau, Landkreis Hof, Landkreis Kronach

3 Industriepartner: Valeo Schalter und Sensoren GmbH, REHAU AG + Co, DB Regio Bus

3 Hochschulpartner: Hochschule Coburg, Hochschule Hof, Technische Universität Chemnitz

Nuts One fungiert im Unterauftrag als Projektbüro für das Projektmanagement und übernimmt die Koordination der Konsortialpartner sowie der Testregionen. Weitere Aufgaben umfassen die Dokumentation, die Evaluation und die Ergebnisverwertung des Vorhabens. Die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt rundet die Tätigkeitspalette ab. Außerdem steht Nuts One für alle Projektpartner aufgrund der Erfahrungen aus anderen Shuttleprojekten unterstützend zur Seite.

Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt zweieinhalb Jahre (inkl. Verlängerung um ein halbes Jahr). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit ca. 12 Mio. € gefördert.

Die sechs Shuttles, die in Oberfranken im Einsatz sind. © IN-VISIONEN

Alleinstellungsmerkmal

Das Projekt ist in Deutschland einmalig und zeichnet sich u.a. durch folgende Besonderheiten aus: 

  • Implementierung automatisiert fahrender Shuttles an drei unterschiedlich geprägten Orten im ländlichen Raum mit jeweils unterschiedlichen Fragestellungen und Use Cases 
  • Konzeption und Umsetzung eines Sicherheits- und Störfallmanagementkonzepts sowie Einrichtung einer Leitstelle inkl. versuchsweiser Remotecontrol (Fernüberwachung) der Shuttles 
  • Grundlegende Verbesserung der Sensorik, V2X-Anbindung, KI-Algorithmenentwicklung zur Umgebungserkennung
  • Erforschung Mensch-Maschine-Interaktion, Aufbau eines Demonstrators 
  • Umsetzung eines App-basierten Informations- und Buchungssystems  („Wohin-Du-Willst“| DB Navigator)

Weitergehende Informationen

www.shuttle-modellregion-oberfranken.de

BMVI: Shuttle Modellregion Oberfranken

Projektvorstellung in der Fachzeitschrift DER NAHVERKEHR: Shuttle-Modellregion Oberfranken – Forschung im Realbetrieb

Mobilikon: SMO als Praxisbeispiel für das automatisierte Fahren